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MZB 2025-2 Kommentar-Interview Gernandt

Kommentar: Investitionen als Schlüssel zur wirtschaftlichen Erneuerung

Photo Dr. Johannes Gernandt · VDMA-Chefvolkswirt

Die deutsche und europäische Wirtschaft befindet sich nicht nur in einem konjunkturellen Tief, sondern leidet zunehmend unter einer strukturellen Investitionsschwäche. Diese Entwicklung ist kein rein deutsches bzw. europäisches Phänomen – laut OECD besteht weltweit eine Investitionslücke seit 2008– doch in Deutschland ist sie besonders ausgeprägt. Ein Blick auf die realen Ausrüstungsinvestitionen zeigt die Dramatik: Während die USA zwischen 2019 und 2025 ein Plus von 12 Prozent verzeichnen, stagniert der Euroraum, und Deutschland weist ein Minus von 14 Prozent auf.

 

Die Ursachen sind vielfältig: Die Unsicherheit ist hierzulande überdurchschnittlich hoch – sei es durch geopolitische Spannungen, regulatorische Komplexität und am aktuellen Rand durch die erratische US-Zollpolitik. Und Unsicherheit ist Gift für Investitionen. Dazu kommen spürbar höhere Kosten am Standort bei Steuern, Arbeit, Bürokratie und Energie. Entsprechend sinkt die Wettbewerbsfähigkeit, insbesondere im Vergleich zu China. Auch im Verarbeitenden Gewerbe zeigt sich diese Schwäche explizit: Die Investitionsquote fiel von rund 3,5 Prozent (2019) auf etwa 3 Prozent (2023). Besonders betroffen ist der Maschinenbau, der als Investitionsgüterindustrie direkt unter den rückläufigen Aufträgen leidet.

 

Diese Investitionsschwäche hat langfristige Folgen: Das Potenzialwachstum sinkt, und angesichts der demografischen Entwicklung sind Netto-Investitionen in den Kapitalstock unerlässlich, um Produktivität und Wohlstand zu sichern. Kurzfristig könnten steigende Staatsausgaben die Ausrüstungsinvestitionen stützen (Stichwort: Sondervermögen). Entscheidend ist jedoch, dass strukturelle Reformen umgesetzt werden, um private Investitionen – die rund 90 Prozent der Ausrüstungsinvestitionen ausmachen – nachhaltig zu stimulieren. Investiert wird, wenn man optimistisch in die Zukunft schaut. Hierfür muss die Politik bessere Rahmenbedingungen schaffen. Nur so lässt sich das wirtschaftliche Potenzial Deutschlands und Europas wieder heben.

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MZB 2025-2 Investitionsdynamik

Die Investitionsdynamik hat abgenommen

Seit der globalen Finanzkrise hat sich die Investitionsdynamik deutlich verlangsamt. Eine OECD-Studie zeigt, wie sich die Investitionen seit Ende der 2000er-Jahre im Vergleich zu den Jahren davor entwickelt haben. Dabei wird deutlich: Zwischen den tatsächlichen Investitionen und jenen, die auf Basis der Vorkrisenentwicklung prognostiziert wurden, klafft eine erhebliche Lücke.
Diese Lücke hat sich insbesondere seit 2014 vergrößert und auch die Pandemie hat sie weiter verschärft. Im Jahr 2023 belief sich die Investitionslücke in Deutschland allein auf rund 124 Mrd. Euro. Es ist sehr wahrscheinlich, dass sie in den vergangenen Monaten weiter angewachsen ist. Für den Maschinen- und Anlagenbau, als Investitionsgüterindustrie, stellt diese anhaltende Schwäche eine erhebliche Belastung dar und trägt zur insgesamt gedämpften Branchenentwicklung bei.

MZB 2025-2 Investitionsdynamik Grafik

MZB 2025-2 Anschluss

Deutschland und Europa verlieren den Anschluss

Im internationalen Vergleich zeigt sich die Investitionsschwäche unterschiedlich stark ausgeprägt. Besonders deutlich wird dies bei den Ausrüstungsinvestitionen, die ein guter Indikator für die Maschinenproduktion sind. In den USA haben diese Investitionen bereits vor etwa zwei Jahren das Niveau von 2019 übertroffen.
In Europa hingegen stagnieren sie hingehen im Vergleich zum Jahr 2019, und in Deutschland sind sie sogar gesunken. Seit der Pandemie hat sich somit nicht nur die allgemeine Investitionslücke vergrößert, sondern auch eine wachsende Kluft zu anderen wichtigen Wirtschaftsräumen aufgetan. Das schwächt die Wettbewerbsposition des Maschinen- und Anlagenbaus in Deutschland und Europa zusätzlich.

MZB 2025-2 Anschluss Grafik

MZB 2025-2 Wettbewerbsfähigkeit

Die Wettbewerbsfähigkeit sinkt

Ein Symptom der Investitionszurückhaltung ist die abnehmende Wettbewerbsfähigkeit. Besonders in den letzten zwei Jahren berichten viele Maschinenbauunternehmen in Deutschland und Europa von einer spürbaren Verschlechterung ihrer Position im internationalen Vergleich. Hinzu kommen geo- und handelspolitische Spannungen, die den stark global ausgerichteten europäischen Maschinenbau überproportional treffen.
Die sinkende Wettbewerbsfähigkeit wiederum verstärkt die Investitionszurückhaltung. Es braucht daher politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen, die sowohl Investitionsanreize schaffen als auch die internationale Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen sichern, um diesem Kreis entgegenzuwirken.

MZB 2025-2 Wettbewerbsfähigkeit Grafik

MZB 2025-2 Investitionen Ausland

Investitionen im Ausland nehmen zu

Ohne die richtigen Rahmenbedingungen im Heimatmarkt werden Direktinvestitionen im Ausland höchstwahrscheinlich weiter zunehmen. Der Investitionsbestand im Ausland hat sich seit 2010 nominal mehr als verdoppelt, von 22,9 Mrd. EUR im Jahr 2010 auf 57,6 Mrd. EUR im Jahr 2023. Bis zum Jahr 2023 hat sich die Konzentration auf die beiden großen Märkte China und USA vergrößert.
Der Anteil am Investitionsbestand wuchs für China von 14,3 auf 17,0 Prozent an und auch der Investitionsbestand in anderen asiatischen Ländern legte von 7,9 auf 10,1 Prozent zu. Der Anteil der USA wuchs leicht von 22,7 auf 23,8 Prozent und der Anteil der Direktinvestitionen in anderen EU-Staaten stieg ebenfalls von 28,7 auf 32,2 Prozent.

MZB 2025-2 Investitionen Ausland Grafik

MZB Netzwerk VDMA 2025-2

Internationales Netzwerk des VDMA

Der Maschinen- und Anlagenbau aus Deutschland und Europa steht für Spitzentechnologien, Innovationen und Lösungskompetenz. Er ist exportstark und international tätig, in einer immensen Produkt- und Anwendungsbreite. Und: der Maschinen- und Anlagenbau ist groß und innovativ.
Innovationsindustrie Maschinen- und Anlagenbau: Stichwort Innovation: Der Maschinenbau nimmt in der Forschung sowohl in Deutschland als auch in Europa eine Spitzenstellung ein. Laut Stifterverband stammen rund 8 Prozent der Aufwendungen der deutschen Wirtschaft für Forschung und Entwicklung aus dem Maschinenbau. Und im Vergleich der Industriebranchen ist der Maschinen- und Anlagenbau mit am innovativsten: 70 Prozent seiner Unternehmen, so das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), sind Innovatoren. Dabei stehen viele zentrale Themen unserer Zeit im Fokus: die digital vernetzte Produktion, die Mobilität der Zukunft sowie Klimaschutz und Welternährung.
Internationales Netzwerk für den Maschinen- und Anlagenbau: Der VDMA ist Berater, Interessenvertreter, internationales Netzwerk, Sparringspartner und Stimme des Maschinen- und Anlagenbaus, seit mehr als 130 Jahren. Als Organisation vertritt der VDMA 3600 deutsche und europäische Unternehmen und ist damit der bedeutendste Industrieverband in Europa. Einzigartig ist das VDMA-Portfolio mit Blick auf die thematische Breite und die Vielfalt der Leistungen und Netzwerkoptionen für die Mitgliedsunternehmen. Regionale Individualität und internationaler Zuschnitt sind dabei wertvolle Eigenschaften, die den VDMA für seine Mitglieder besonders attraktiv machen. Dafür stehen Hauptstadtbüros, Landesvertretungen und internationale Repräsentanzen als Ankerpunkte im VDMA-Netzwerk:

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Internationales Netzwerk des VDMA
Quelle: VDMA

MZB Eckdaten 2025-2

Eckdaten des Maschinenbaus

In der EU ansässige Maschinenbau-Unternehmen erzielten im Jahr 2024 ein Umsatzvolumen von geschätzt rund 871 Milliarden Euro. 293 Milliarden Euro, also rund ein Drittel, wurden in Länder außerhalb des EU-Binnenmarktes verkauft. Dem stehen Maschinenimporte in Höhe von 129 Milliarden Euro gegenüber. Der Außenhandelsüberschuss betrug damit rund 165 Milliarden Euro.
Der EU-Markt für Maschinen und Anlagen hatte 2024 ein geschätztes Volumen im Wert von rund 707 Milliarden Euro. Rund 82 Prozent davon stammten aus einer Fertigungsstätte im Binnenmarkt. Betrachtet man das Marktvolumen der EU für Maschinenbauerzeugnisse nach Lieferländern, dann entfallen auf Deutschland 35 Prozent, gefolgt von Italien (13%), Frankreich (7%), Niederlande (5%), Schweden (4%), Österreich und Dänemark (jeweils 3%). Wichtigste ausländische Maschinenanbieter waren wie in den Vorjahren China (6%) und die USA (3%), gefolgt von dem Vereinigten Königreich (2%).

Eckdaten des Maschinenbaus Chart 2025-1

MZB Zitat Industriestruktur 2025-2

Industriestruktur

Mit insgesamt fast 3,1 Millionen Beschäftigten in der EU, davon knapp 1,3 Millionen allein in Deutschland, ist der Maschinen- und Anlagenbau unter den Investitionsgüterindustrien einer der größten Arbeitgeber, und zwar sowohl in der EU als auch in Deutschland. Mit Blick auf das gesamte verarbeitende Gewerbe sind lediglich in der Nahrungs- und Futtermittelherstellung (4,3 Millionen) und in der Herstellung von Metallerzeugnissen (3,7 Millionen) absolut gesehen mehr Menschen beschäftigt.
Gemessen am Umsatz platziert sich der Maschinen- und Anlagenbau mit einem Umsatzwert von 908 Milliarden Euro im Jahr 2023 als drittgrößter Industriezweig nach der Automobilindustrie und dem Nahrungs- und Futtermittelsektor. An dieser Rangordnung dürfte sich bis dato nichts geändert haben. Der VDMA schätzt das Umsatzvolumen für den EU-Maschinenbau im Jahr 2024 auf 871 Milliarden Euro. Das entspricht rund 27 Prozent des Weltmaschinenumsatzes. Zum Vergleich: auf China entfallen fast 35 Prozent, auf die USA 13 Prozent.

Industriestruktur Chart 2025-1

MZB Zitat Produktion 2025-2

Produktion

Seit Mitte 2023 prägt eine anhaltende Nachfrageschwäche den EU-Maschinenbau. Allein im Jahr 2024 schrumpfte die preisbereinigte Produktionsleistung um 7 Prozent. Die höchste Minusrate im Vorjahresvergleich wurde im Mai 2024 verzeichnet. Sie lag bei -9,8 Prozent. Abgesehen vom Corona-Jahr 2020 und dem Jahr der Weltwirtschaftskrise 2009 gab es zuletzt in den Rezessionsjahren 1992 und 1993 ähnlich hohe Produktionsrückgänge im europäischen Maschinenbau.
Die schwache Nachfrage macht sich bei den Maschinenherstellern recht unterschiedlich bemerkbar. Lediglich in Griechenland konnten sie sich in der kumulierten Betrachtung dem Negativtrend entziehen. Hier wurde preisbereinigt sogar ein kleines Plus von 0,3 Prozent in der Produktion erzielt. Vergleichsweise geringe Einbußen verzeichnete die Maschinenbranche an den Standorten Portugal und Spanien. Einen hohen einstelligen Rückgang gab es in Schweden. In Deutschland war er mit fast minus 8 Prozent nur geringfügig niedriger. Noch stärker musste die Produktion in Bulgarien, Belgien und Lettland gedrosselt werden, so dass die Vorjahreswerte zweistellig verfehlt wurden.

Produktion Länder Chart 2025-1

Maschinenproduktion Chart 2025-1

MZB Zitat Weltmaschinenumsatz 2025-2

Weltmaschinenumsatz

Weltweit wurden im Jahr 2024 Maschinen und Anlagen für geschätzt 3,26 Billionen Euro hergestellt. Auf Euro-Basis sind das 1,5 Prozent weniger als im Jahr 2023.
Wie schon in den Vorjahren kam ein Drittel der weltweit produzierten Maschinen 2024 aus China. Das Land ist damit gemessen am Umsatz weiterhin unangefochtene Nummer 1 im Länder-Ranking. Der Abstand auf die nachfolgenden Länder ist weiterhin enorm. Auf Platz zwei sind die USA, gefolgt von Deutschland, Japan sowie Italien. Der EU-Wirtschaftsraum erzielte 2024 ein Umsatzvolumen von 871 Mrd. Euro, was rund 27 Prozent des Weltmaschinenumsatzes entspricht.

Weltmaschinenumsatz Top 10 2025-1

Weltmaschinenumsatz Chart 2025-1

MZB Zitat Beschäftigte 2025-2

Beschäftigte

Im Maschinen- und Anlagenbau in der EU-27 arbeiteten im Jahr 2023 etwa 3,1 Millionen Menschen. Die langfristige Beschäftigtenentwicklung im EU-Binnenmarkt ist erfreulich: Im Zeitraum 2013 bis 2023 hat die Zahl der Beschäftigten in der EU-27 um ca. 14 Prozent zugelegt. Zahlreiche kleinere EU-Mitgliedsländer, aber auch Deutschland profitierten auf vielfältige Weise vom EU-Binnenmarkt.
Mit rund 41 Prozent der im Maschinen- und Anlagenbau Beschäftigten in der EU arbeiten die absolut meisten in Deutschland. Die Zahl der Beschäftigten hat in den letzten 10 Jahren in Deutschland dabei um knapp 20 Prozent zugelegt. Italien stellt mit knapp 16 Prozent, also etwas weniger als einer halben Million Beschäftigten in der Branche, die absolut zweithöchste Zahl von Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, gefolgt von Frankreich mit rund 193.000.

Beschäftigte Chart 2025-1

MZB Zitat Arbeitskosten 2025-2

Die durchschnittlichen Arbeitskosten im Maschinen- und Anlagenbau variieren zwischen den EU-Staaten stark. Während sie sich 2023 in Dänemark auf im Durchschnitt 53,80 Euro für jede geleistete Arbeitsstunde beliefen, waren es in Ungarn im Durchschnitt lediglich 15,30 Euro, in Rumänien 12,30 Euro und in Bulgarien gerade einmal 8,90 Euro. Deutschland (51,40 Euro) liegt neben Österreich (51,30 Euro), den Niederlanden (52,40 Euro) und Schweden (50,20 Euro) in der Gruppe der höchsten Verdienste innerhalb der EU-27. Doch im langfristigen Trend schließen speziell die osteuropäischen Länder mit aktuell noch deutlich geringeren Arbeitsentgelten auf. So sind in Rumänien die durchschnittlichen Arbeitskosten je Stunde zwischen 2013 und 2023 von zugegeben sehr niedrigem Niveau um über 151 Prozent gestiegen. In Portugal dagegen, wo 2023 die Arbeitskosten bei 14,70 Euro lagen, waren es im gleichen Zeitraum nicht einmal 21 Prozent Wachstum.

Arbeitskosten Chart 2025-1

MZB Zitat Maschinenaußenhandel 2025-2

Maschinenaußenhandel

Die Maschinenexporte der EU-27 beliefen sich im Jahr 2024 auf insgesamt 585 Milliarden Euro. Gut ein Drittel davon entfiel auf Deutschland, das Maschinen im Wert von rund 202 Milliarden Euro in alle Welt exportierte. Es folgten Italien mit 95 Milliarden Euro bzw. einem Anteil von 16,2 Prozent an den gesamten Maschinenexporten der EU-27 und die Niederlande mit 54 Milliarden Euro bzw. einem Anteil von 9,3 Prozent.
Die wichtigsten Absatzmärkte für Maschinenlieferungen aus den Ländern der EU-27, sowohl innerhalb der EU als auch in Nicht-EU-Länder, sind der Reihe nach USA, Deutschland, Frankreich und China. Für insgesamt 12 EU-Länder ist Deutschland im Jahr 2024 der Absatzmarkt Nr. 1 und für weitere 10 EU-Länder der Absatzmarkt Nr. 2 im Maschinenbau. Betrachtet man die gesamten Maschineneinfuhren der EU-27 in Höhe von 400 Milliarden Euro, so importierte Deutschland im Jahr 2024 mit 87 Milliarden Euro bzw. 21,9 Prozent ebenfalls den größten Anteil. Es folgten Frankreich mit einem Importvolumen von 45 Milliarden Euro bzw. 11,3 Prozent und die Niederlande mit 38 Milliarden Euro bzw. 9,5 Prozent. Die wichtigsten Herkunftsländer sind Deutschland, China und Italien. Die EU-Partnerländer importierten Maschinen im Wert von 88 Milliarden Euro aus Deutschland. Dies entspricht einem Anteil von 22,1 Prozent. China konnte seinen Anteil an den Maschinenimporten der EU-27 in den letzten Jahren kontinuierlich steigern. Nach einem zweistelligen Rückgang im Jahr 2023 stiegen die Maschinenimporte aus China im Jahr 2024 wieder um 4,3 Prozent. Mit einem Volumen von rund 42 Milliarden Euro trug die Volksrepublik 10,6 Prozent zu den gesamten Maschinenimporten der EU-27 bei. An dritter Stelle folgt Italien mit 35 Milliarden Euro und einem Anteil von 8,7 Prozent.

Maschinenexporte Chart 2025-1

Maschinenimporte Chart 2025-1

MZB Zitat Welthandel 2025-2

Welthandelsanteile

Der Weltmaschinenhandel der 51 wichtigsten Maschinenexportländer sank im Jahr 2024 auf 1.441 Milliarden Euro. Das ist zum Vorjahr ein nominales Minus von rund einem Prozent. Insgesamt verzeichneten 6 der 51 Exportländer auf Eurobasis zweistellige Wachstumsraten während 39 Exportländer Rückgänge verzeichneten, acht davon sogar mit zweistelligen Verlustraten.
Der Anteil Chinas an den Weltmaschinenexporten lag 2024 bei 20,3 Prozent, gefolgt von Deutschland mit 14,0 Prozent. Auf den Plätzen drei bis fünf folgten die USA (8,6 Prozent), Japan (6,9 Prozent) und Italien (6,6 Prozent).

Lieferländer am Weltmaschinenexport Chart 2025-1

MZB Zitat Welthandel Fachzweige 2025-2

In mehreren Teilbereichen des Maschinenbaus sind europäische Unternehmen nach wie vor weltweit führend. Dies spiegelt sich unmittelbar in ihren spezifischen Welthandelsanteilen wider. In 6 von 31 Fachzweigen des Maschinenbaus haben Unternehmen aus der EU-27 bezogen auf das Jahr 2024 einen Anteil von mehr als 50 Prozent am Welthandel (einschließlich Intra-EU-Handel). Besonders hohe Anteile haben Hersteller aus der EU-27 vor allem beim Export von Reinigungssystemen (68,7 Prozent), Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen (63,1 Prozent), Holzbearbeitungsmaschinen (57,4 Prozent) und Landtechnik (59,0 Prozent).

Welthandelsanteile nach Fachzweigen Chart 2025-1

MZB Zitat Auftragseingang 2025-2

Auftragseingang

Die Auftragseingänge im Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland haben im Jahr 2024 ihr Vorjahresniveau um real 8 Prozent verfehlt. Dabei gingen die Inlandsorders um 13 Prozent zurück, Bestellungen aus dem Ausland lagen 5 Prozent unter dem Vorjahresniveau.
Nach einem erfreulichen ersten Quartal 2025 sind die Bestellungen im zweiten und dritten Quartal wieder ins Minus gekippt. Für die ersten neun Monate des Jahres ergibt sich so ein preisbereinigter Rückgang der Bestellungen um 1 Prozent, der sich gleich mäßig auf In- und Ausland verteilt. Bemerkenswert dabei ist das Plus von 10 Prozent bei den Auftragseingängen aus den EURO-Partnerländern, dem ein Minus von 5 Prozent aus den Nicht-Euro-Ländern gegenübersteht.

Auftragseingang Deutschland Chart 2025-1

MZB Zitat Auftragseingang Fachzweige 2025-2

Im Jahr 2024 waren die Maschinenorders für die meisten Maschinenbau-Fachzweige von Minusraten geprägt. Die Bereiche Power Systems, Allgemeine Lufttechnik, Textile care, fabrics and leather technologies, Mining & Minerals und Kompressoren, Druckluft- und Vakuumtechnik konnten ein Plus verzeichnen. 10 Fachzweige mussten Rückgänge im zweistelligen Bereich hinnehmen. Die Spreizung war wie üblich hoch und reichte von real plus 23 bis zu minus 22 Prozent.

Auftragseingang Fachzweige Chart 2025-1

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